• Fotowettbewerb 2025 – „Mein schönster Leseplatz“ – Siegerbild
    ©Nicolae Donat

Thema Regionalentwicklung

Unsere Ziele

Das Thema Regionalentwicklung bedeutet für uns, dass wir die Kooperation mit wichtigen regionalen Partnerorganisationen und mit umliegenden Gemeinden stärken und die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten ausbauen wollen.

Im Arbeitsprogramm 2024 haben wir uns vorgenommen, die Bevölkerung stärker an den Naturpark zu binden und sie intensiver in die Arbeitsprozesse einzubinden.

Unsere Leistungen

Öffentlichkeitsarbeit

Mit unserer Medienarbeit wollen wir nicht nur die die Leistungen und Angebote des Naturparks einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern auch die Bedeutung von Klima- und Naturschutz im Alltag.

Im Amtsblatt der Stadtgemeinde Purkersdorf nutzen wir schon seit Langem eine Doppelseite für Informationen über aktuelle Neuigkeiten, Naturtipps und um unser Team vorzustellen. Auch im Amtsblatt der Marktgemeinde Gablitz sind wir regelmäßig vertreten.

Die regionalen Printmedien (NÖN und Bezirksblätter) versorgen wir regelmäßig mit Presseaussendungen und Fotos und haben damit eine durchwegs positive Berichterstattung für Zeitungsleser:innen.

Unsere Webseiten wurden kürzlich von Naturtourismus-Experten als vorbildlich bezeichnet. Wir nutzen die Webseiten in erster Linie als seriöses Informationsangebot, mit einer Dokumentation unserer Angebote & Projekte, mit touristischen Hinweisen auf die Angebote der Natur- und Kulturstadt Purkersdorf sowie mit einem Archiv über die Entwicklung des Naturparks seit Gründung. Im Jahr 2024 wurden unsere Seiten monatlich etwa 1500 Mal aufgerufen, mit Spitzenwerten von 2000 im Mai und einem Minimum von 650 im Dezember.

Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram haben wir Social-Media-Kanäle eingerichtet. Mit diesen können wir vor allem jüngeren Menschen erreichen. Auf beiden Kanälen posten wir mehrmals pro Woche Fotos und Neuigkeiten, die offensichtlich bei der Zielgruppe gut ankommen: bei Facebook hatten wir per Ende 2024 knapp 2300 Follower, bei Instagram (wo wir erst vor wenigen Jahren eingestiegen sind, etwas über 700 Follower.

Einbindung der Bevölkerung zur Naturparkentwicklung

Wie erwähnt, haben wir im Zuge des neuen Konzepts eine Online-Umfrage bei unseren Besuchern durchgeführt, die wir über unsere Webseiten, über soziale Medien, über Printmedien und im Schaukasten am Rathausplatz beworben haben. Mit 87 Personen haben wir deutlich mehr Rücklauf als erwartet bekommen. Etwas mehr als die Hälfte der Antworten haben auch ihre Namen & Mail-Adressen bekanntgegeben, um am Gewinnspiel oder am „Naturpark-Stammtisch“ teilzunehmen. Wir haben bei der Umfrage die allgemeinen Erwartungen & allfälligen Frustrationen der Gäste bei ihrem Naturparkbesuch erhoben, dann auch deren Wahrnehmung unserer Einrichtungen und schließlich nachgefragt, welche prioritären Entwicklungsschwerpunkte der Naturpark in den nächsten 5 Jahren setzen soll.

In unserem Bericht können wir aus Platzgründen nur auf wenige Erkenntnisse eingehen, Details haben wir auf unseren Webseiten dokumentiert.

Die weitaus meisten Antwortenden erwarten sich von einem Besuch im Naturpark, dass sie sich gut erholen und entspannen können, weiters dass sie Natur entdecken & spüren sowie Kindern ein abwechslungsreiches Naturerlebnis bieten möchten. Den Besuchern sind gut beschilderte Wanderwege und Info-Tafeln wichtig. Auf die Frage, was das Naturerlebnis manchmal stört, werden bei 70% aller Antworten „nicht angeleinte Hunde“ genannt, bei knapp der Hälfte auch „herumliegender Mist“ und immerhin einem Drittel „Mountainbiker“ angegeben.

Unsere Einrichtungen wurden von den Befragten durchwegs gut bis sehr gut bewertet; für uns sind aber vor allem diejenigen Antworten aufschlussreich, mit denen Hinweise auf Verbesserungsbedarf gegeben wurden. Während die Tiergehege ein Magnet für alle Besucher sind und durchwegs sehr gut bewertet wurden, haben sich bei den Waldspielbereichen Hinweise für Verbesserungspotential ergeben: Immerhin ein Viertel der befragten Gäste haben gemeint, dass der Spielplatz im Naturparkzentrum verbessert werden soll. Überraschend war weiters, dass von unseren vielen Wanderwergen nur der Naturlehrpfad und der Weg rund ums Wildschweingehege sehr gut bekannt sind; die vielen anderen Wege waren für etwa 30-45% der Gäste unbekannt. Die „markanten Punkte“ wurden durchwegs gut benotet; Spitzenreiter sind hier die Rudolfswarte & Feilerhöhe. Verbesserungsbedarf wird am ehesten noch beim Naturparkzentrum gesehen, für welches 14% der Befragten „soll besser sein“ antworten. Bei den Einrichtungen beim Naturparkzentrum wurde nur selten Verbesserungsbedarf angegeben, am ehesten für das Holzlabor und die Wienerwaldbauern-Ausstellung, wo 14% der Befragten mit „soll besser sein“ geantwortet haben.

Wir werden die Rückmeldungen bei unseren nächsten Projekten berücksichtigen, wenn wir im Zuge des Baus der Waldwerkstatt den Spielbereich beim Naturparkzentrum neugestalten und wenn wir die „unbekannteren“ Wege neu ausschildern. Bezüglich der für unsere Besucher offenbar eher weniger attraktiven Wienerwaldbauern-Ausstellung ist die Entscheidung, ob wir das Museum umgestalten oder ganz ersetzen, noch unklar.

Kooperation mit Einrichtungen der Stadtgemeinde Purkersdorf

Unser wichtigster regionaler Kooperationspartner ist die Stadtgemeinde Purkersdorf und ihre Einrichtungen, wie die beim Thema Bildung erwähnten Schulen oder die Stadtbibliothek. Im Vorjahr haben wir begonnen, eine formelle Zusammenarbeit der Volkshochschule vorzubereiten; daher werden wir ab 2025 fix im VHS-Programm verankert sein (zB mit einem Kurs zur Handhabung von Motorsensen, einem Schnupperkurs zum Sensenmähen, eine Kräuterwanderung). Das bereits lang geplante und beworbene Naturpark- und Klimafest, welches traditionell um den 20. September in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde stattfindet, musste leider im Jahr 2024 aufgrund der Hochwasserschäden kurzfristig abgesagt werden.

Um die Sichtbarkeit des Naturparks und dessen Bindung zum Ort zu erhöhen, haben wir gegen Jahresende im Rathaus eine Infostation mit einer Baum- & Holzartenquiztafel aufgestellt.

Vernetzung mit regionalen Partnern

Die gute Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Gablitz wurde bereits erwähnt. Damit leistet der Naturpark einen Beitrag zur Überwindung von Gemeindegrenzen.

Auch mit dem Biosphärenpark Wienerwald (BPWW) verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. Im Jahr 2024 haben Naturpark und BPWW mehrere Aktivitäten gemeinsam geplant und Veranstaltungen gemeinsam beworben. Ein Team des BPWW hat uns beim Sensen-Einsatztag auf der Feihlerhöhe geholfen, im Gegenzug haben wir den BPWW eine Mitmachstation beim Biosphärenpark-Cup in der Kartause Mauerbach betreut.

Auch die Vernetzung mit dem Stadt-Umland-Management (SUM) der Bundesländer Wien und NÖ bleibt für uns wichtig. Diese Plattform dient vor allem dem Austausch über die Gestaltung und Erhaltung von Erholungsräumen im Großraum Wien, insbesondere für jene Gebiete in NÖ, die stark von Gästen aus Wien frequentiert werden.

Die enge und langjährige Zusammenarbeit mit dem Naturpark Sparbach setzte sich ebenfalls im Jahr 2024 fort. Wir unterstützen uns gegenseitig bei Veranstaltungen, wie zum Beispiel beim dortigen Frühlingsfest, wobei wir mit einer Mitmachstation vertreten waren. Auf der Ebene des Naturparkmanagements bestehen weiterhin enge Kontakte zwischen GF Orosel und Frau DI Käfer.

Um den Naturpark in bestehende regionale Strukturen zu integrieren, hat das Naturpark-Team den Klissenbauer-Hof im Dambachtal besucht und sich dort über die Pflege und Versorgung von Schafen und Ziegen ausgetauscht.

Das Wienerwaldgasthaus Klugmayer ist ein traditionelles Wirtshaus direkt angrenzend an den Naturpark, mit dem es bereits eine jahrzehntelange Zusammenarbeit gibt. Zur Stärkung dieser Partnerschaft hat der Wienerwaldgasthof 2023 die Auszeichnung zum Naturpark-Gastro-Partner erhalten, im Sommer 2024 wurde er nun auch von Seiten der Naturpark Niederösterreich offiziell als Naturpark-Partnerbetrieb ausgezeichnet.

Naturparkprodukte

Die 2014 begonnene Kooperation mit dem Imker „Bieno“ Benno Karner läuft nach wie vor hervorragend. Bereits seit 10 Jahren hält unser Naturparkimker Bienen beim Naturparkzentrum und auf der Feihlerhöhe und bietet zertifizierten Naturparkhonig an. Es ist uns eine große Freude, solch beständige und wertvolle Partnerschaften zu führen. Auch 2024 haben wir ein Schauschleudern von Naturparkhonig angeboten, weiters fand bereits zum vierten Mal der Etikettenwettbewerb statt, der insbesondere bei den Kindern gut ankommt. Die Suche nach weiteren Naturparkprodukten (z.B. Waldbier oder Waldmeister-Eis) blieb leider auch im Jahr 2024 ergebnislos; für 2025 sind wir aber optimistisch. Sehr gut entwickeln sich aber die „Naturpark-Dienstleistungen“: wir kooperieren erfolgreich mit lokalen und regionalen Anbietern, die unseren Naturpark für Wald-Kindergeburtstage, Natur-Feriencamps, Yogakurse und Waldbaden nutzen.