Geschichte des Naturparks

Seit 1975 ein beliebtes Ausflugsziel für Familien

Der Naturpark Purkersdorf wurde am 26. April 1975 am damaligen Tag des Waldes als "Naturpark Sandstein-Wienerwald" gegründet. Ziel war es, ein Naherholungsgebiet im Einzugsgebiet des Ballungszentrums Wien und Umgebung einzurichten.

Vom Naturlehrpfad zum Naturpark

Diese Gründung eines Naturparks hatte sich deshalb angeboten, weil die Gemeinde Purkersdorf schon 1968 auf Initiative des damaligen Stadtgärtners Josef Elsinger einen Naturlehrpfad entlang des Wienflusses eingerichtet hatte, der bei vielen Wienerwaldwanderern recht beliebt war.

Der Gründungsobmann und damalige Vizebürgermeister Dr Kurt Schlintner hat den Ausbau des Naturparks kräftig vorangetrieben, so wurden schon in der ersten Jahren des Bestehens Hirsch-, Reh- und Wildschweingehege sowie ein kleines Wienerwaldmuseum errichtet.

Aussichtswarte Rudolfshöhe

Als weithin sichtbares Wahrzeichen hat der Naturpark im Jahr 1978 die 27 m hohe Aussichtswarte auf der Rudolfshöhe errichtet, die einen weiten Blick über Wien und den Wienerwald bis zu den Voralpen erlaubt. Diese wichtigen Investitionen wurden zum Großteil vom Land NÖ und von der Stadtgemeinde getragen.

Gute Anbindung zum öffentlichen Verkehr

Der Naturpark Purkersdorf ist schon bald zu einem beliebten Ausflugsziel der Bevölkerung im Großraum Wien geworden, insbesondere wegen der guten und schnellen Erreichbarkeit mit der S-Bahn. Deshalb wurde ab 1980 der Naturpark mit dem Haustiergehege (mit Schafen, Ziegen, Esel und Ponys) bei der Kellerwiese erweitert. 1986 wurde eine Fußgängerbrücke über die B44 gebaut, damit von der Bahnstation ein einfacher und sicherer Zugang möglich wurde.

„Bildung" als Kernkompetenz

Anfang 2000 hat der damalige Umweltstadtrat Dr Rudolf Orthofer die Leitung des Naturparks übernommen und mit DI Gabriela Orosel als Koordinatorin und Geschäftsführerin eine Professionalisierung des Naturparkmanagements eingeleitet. Seither liegt ein wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeiten auf der Naturparksäule „Bildung“. Grund dafür ist, dass sich gezeigt hat, dass es ein immenses Interesse von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen an Waldpädagogik gibt.

2004 wurde das Museum im Wienerwaldhaus zu einem Erlebnisraum über das Leben der früheren Wienerwaldbauern umgebaut, wenig später wurde der Naturlehrpfad mit zwei interaktiven Wasserstationen entlang des Wienflusses erweitert, ein Kinderlehrpfad mit einem spannenden Wissensquiz und einem „Holzlabor“ für wissbegierige Schüler errichtet. Viele Invesitionen wurden über das EU-Programm "Ländliche Entwicklung" gefördert.   

„Mit allen Sinnen“ Natur erleben

Eine Besonderheit stellt der „Blind Date“-Pfad dar: im Jahr 2005 wurde ein Teil des Naturlehrpfads so umgebaut, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung des Sehvermögens ein intensives Naturerlebnis haben können. Dabei hat sich gezeigt, dass auch Menschen mit gutem Sehvermögen davon profitieren, wenn sie die Möglichkeit haben, die Natur mit anderen als nur dem Sehsinn zu erleben. Seit damals arbeitet der Naturpark daran, den BesucherInnen ein Naturerlebnis „mit allen Sinnen“ zu ermöglichen.

Naturerlebnisse für Familien und Kinder

Der Naturpark hat sich immer um Familien und insbesondere um die Kinder gekümmert. Da die Nachfrage nach geführten Wanderungen, Kindergeburtstagen, Sommerwildniscamps immer stärker wird, wurde in den letzten Jahren begonnen, mit externen Partner derartige Programme anzubieten

Touristische Einbindung für mehr Regionalentwicklung

Um die neue Ausrichtung des Naturparks auch zu zeigen, hat der Naturpark seit 2012 ein neues Logo und modernisierte Grafikvorlagen eingeführt, bei denen besonders die Sinnlichkeit unseres Naturparks angesprochen wurde. 

Seit 2014 gibt es ein erstes Naturparkprodukt, und zwar den Naturparkhonig des Imkers „Bieno“, der seine Stöcke im Naturpark aufgestellt hat und Bienenkunde-Lehrstunden für Kinder gibt.

Wir freuen uns über die vielen Anerkennungen

Für unsere Leistungen hat der Naturpark in den letzten Jahren mehrere Preise bekommen: in den Jahren 2009 und 2012 den Hans-Czettel-Preis für Verdienste im NÖ Natur- und Umweltschutz, im Jahr 2013 eine UNESCO-Auszeichnung für das Generationenwaldprojekt, und seither mehrere Nominierungen zum NÖ Energy Globe Award.