Buchen im Klimawandel
Noch vor wenigen Jahren wurde die Rotbuche als eine Baumart angesehen, die wegen ihrer hohen Anpassungsfähigkeit mit den Herausforderungen des Klimawandels gut zurechtkommen würde. Doch die immer längeren Trockenperioden sind auch für die Buchen schwierig auszuhalten. Als Abwehrreaktion gegen Trockenheit schließt die Buche die Spaltöffnungen in ihren Blättern. Das schränkt jedoch die Photosynthese und Verdunstung ein. Das wiederum beeinträchtigt den Wassertransport vom Boden über die Wurzeln. Wenn die Trockenheit zu viel wird, kann die Wasserversorgung überhaupt abreißen und dann sterben die Feinwurzeln ab. Die Blätter werden dürr und fallen vorzeitg ab, die Rinde wird rissig, und in extremen Fällen stirbt der ganze Baum. Besonders gefährlich wird es, wenn Dürreereignisse in aufeinanderfolgenden Jahren auftreten. Dann fehlen der Buche die notwendigen Zeiten zur Regeneration.
Nicht nur Dürreperioden bedrohen die Buchen, sondern auch zu häufiger starker Regen: denn Buchen reagieren empfindlich auf übermäßige Nässe.
Unser Tipp: Buche spielen!
Spüren Sie die Feuchtigkeit in der Luft und stellen Sie sich vor, wie das Wasser durch die Wurzeln der Bäume in die Baumkronen gelangt und dort wieder verdunstet. Dieser Kreislauf ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens im Wald, der sowohl die Buchen als auch das gesamte Ökosystem erhält. Er verbindet die Elemente Wasser, Erde und Luft in einem harmonischen Zusammenspiel, das das Überleben und Gedeihen der Pflanzen ermöglicht. Genießen Sie diesen Augenblick der Ruhe und Verbundenheit mit der Natur und nehmen Sie sich Zeit, die Kraft und Schönheit des Wasserkreislaufs im Wald zu schätzen.
Dies war die letzte Station des Buchenwegs. Kehren Sie nun zurück zur Kellerwiese und machen Sie, wenn Sie wollen, noch Rast beim Sängerbrunnen.