Kernzone der Biosphärenparks

Urwälder von morgen

In den Kernzonen des Biosphärenparks Wienerwald darf sich Natur frei entfalten, denn es findet keine land- oder forstwirtschaftliche Bewirtschaftung mehr statt. Einzige Ausnahme sind Maßnahmen zur Wegesicherung entlang offiziell markierter Wege. 

In der Kernzone dürfen Bäume alt werden, umfallen und als Totholz liegen bleiben. Dies schafft wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Biodiversität in diesen Gebieten ist oft besonders hoch, da viele spezialisierte Arten in den ungestörten, alten Wäldern leben und gedeihen können. So können die "Urwälder von morgen" heranwachsen. 

Buchenwald im Sommer
©Naturpark Purkersdorf

Der Biosphärenpark Wienerwald ist in 3 Zonen unterschiedlicher Naturschutzintensität eingeteilt.   

  • In den Entwicklungszonen stehen die Menschen im Vordergrund. Der Wald wird für wirtschaftliche Tätigkeiten genutzt, aber durch umwelt- und ressourcenschonende Arbeitsweisen soll ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen gefördert werden. Die wirtschaftlichen Aktivitäten sollen im Einklang mit der Umwelt stehen.
  • In den Pflegezonen wird der Wald bewirtschaftet und zusätzlich aktiv gepflegt, damit der Wald gesund und widerstandsfähig bleibt. Ziel von forstwirtschaftliche Maßnahmen ist es, die Biodiversität zu fördern und den Wald für zukünftige Generationen zu erhalten.
  • In den Kernzonen hat die Natur Vorrang vor der Nutzung; das bedeutet, dass keine forstwirtschaftliche Bewirtschaftung mehr stattfindet. Die Natur darf sich ohne menschliche Eingriffe frei entfalten. die Schätze des Waldes. Im Biosphärenpark Wienerwald gibt es 37 Kernzonen, die etwa 5% der gesamten Fläche des Biosphärenparks einnehmen. 

Was macht die Kernzonen so wichtig?

In den Kernzonen können natürliche Prozesse ungestört ablaufen. Hier dürfen Bäume alt werden, umfallen und als Totholz liegen bleiben. Dies schafft wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Biodiversität in diesen Gebieten ist oft besonders hoch, da viele spezialisierte Arten in den ungestörten, alten Wäldern leben und gedeihen können.

So wachsen die "Urwälder von morgen" heran. Manche Tier- und Pflanzenarten kommen in den genutzten Wirtschaftswäldern nur schwer zurecht. Für diese sind Rückzugsgebiete, wie Kernzonen, besonders wichtig. Als Ausnahme, die einen Eingriff erfordert, sind beispielsweise Maßnahmen zur Wegesicherung entlang offiziell markierter Wege zu sehen.

Unser Tipp: Bonusweg mit Aussicht

Wenn Sie von hier einen kurzen Abstecher zur Aussichtswarte Rudolfshöhe machen, erreichen Sie den Rand der 115 ha großen Biosphärenpark-Kernzone Deutschwald mit besonders dominanten Buchenbeständen rund um die Aussichtswarte. Von der Aussichtswarte Richtung Süden ist die Zusammensetzung der Bestände sehr vielfältig. Von Zerr-Eiche und Trauben-Eiche über Rotbuche bis hin zu Tanne sind die typischen Baumarten im Altbestand und der Verjüngung vorhanden. Eine Besonderheit ist der relativ hohe Elsbeeren-Anteil. 

Achten Sie auf dem Weg zur Rudolfswarte auf Veränderungen im Wald. Der Übergang in die Kernzone ist subtil, aber spürbar. Die Vielfalt der Pflanzen und Tiere nimmt zu, und der Wald zeigt sich in seiner urwüchsigen, wilden Schönheit. Es ist ein Ort, an dem die Natur sich selbst überlassen bleibt und wir die Gelegenheit haben, sie in ihrem ursprünglichsten Zustand zu erleben.

Wir hoffen, dass Sie die besondere Atmosphäre der Kernzone genießen und die Ruhe und Ursprünglichkeit dieser unberührten Natur zu schätzen wissen. Viel Freude beim weiteren Erkunden des Buchenwegs und des Naturparks Purkersdorf!