Naturparkeinrichtungen

Es gibt vieles zu Entdecken

Themenwege, Tiergehege mit Schafen, Ziegen und Esel, Wildtiergehege, ein Holzlabor oder ein kleines Self-Service-Museum hat der Naturpark im Angebot

Museum im Wienerwaldhaus

Ein „Schaufenstermuseum“ über das Leben der Wienerwaldbauern im 19.Jahrhundert.
Kernobjekt des Naturparkzentrums Deutschwald ist das Wienerwaldhaus, das schon vor der Eröffnung des Naturparks von der Stadtgemeinde errichtet wurde und auf etwa 100 m2 eine kleine Ausstellung mit Exponaten zur Geschichte des Wienerwaldes, der Waldarbeiter und Wienerwaldbauern, ergänzt durch eine kleine regionsbezogene geologische Schau enthielt. Seither kümmert sich der Naturpark um dieses kleine Museum.
Studierende des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien haben ein Konzept für die Neugestaltung und bessere Zugänglichkeit der Ausstellungsinhalte erarbeitet; Ergebnis war die Einigung auf die Umgestaltung als „Schaufenstermuseum“ ohne Personalbedarf, d.h. dass die Ausstellung von außen besichtigt werden kann und die Besucher an jedem Tag die Möglichkeit haben, sich über das Leben sowie Objekte der Bewohner des Wienerwaldes zu informieren.
Ab dem Jahr 2002 wurden die Innenräume neu gestaltet und das Gebäude adaptiert. Nunmehr ist die Ausstellung im Haus bei geöffneten Fensterläden zu besichtigen; die Besucher können über außen angebrachte Schalter selbst die Beleuchtung einschalten. Informationstafeln befinden sich auf der Innenseite der Fensterläden, auf der Außenwand, sowie im Raum. Im Raum werden u.a. die Themen Hauswirtschaft, Frauenarbeit, Wohnen und Alltag dargestellt.
Im angrenzenden tagsüber frei zugänglichen und durch ein Holzgitter versperrbaren Raum wird primär die Waldarbeit gezeigt, zusätzlich gibt es Exponate zur Eisgewinnung in der Region. Es gäbe noch einige anschauliche Exponate über die Männerarbeit in der Wienerwaldregion mit den einstmals typische Holzverarbeitungshandwerken (z.B. Rechenmacher, Drechsler, Fassbinder), die aber aus Platzgründen bislang nicht ausgestellt werden konnte.
Öffnungszeiten: Von  April bis Ende Oktober und um die Uhr frei zugänglich und von außen zu besichtigen.
Zugang & Erreichbarkeit: Das Wienerwaldhaus liegt im Naturparkzentrum Deutschwald. Zu Fuß gelangt man von der Bahnstation Purkersdorf-Zentrum über den Zugang Kellerwiese und den Naturlehrpfad in etwa 30 Minuten zum Naturparkzentrum. Eine Anreise mit dem Auto ist wegen der knappen Parkplatzsituation nicht empfehlenswert, wenn man es dennoch will, erreicht man den Naturparkzugang Deutschwald am Ende der Rudolf-Hanke-Gasse im Purkersdorfer Ortsteil Deutschwald (Navi-Adresse 3002 Rudolf-Hanke-Gasse 12).

Aussichtswarte Rudolfshöhe

Von der Rudolfswarte aus lässt sich die umliegende Kernzone des Biosphärenparks Wienerwald gut beobachten. Der wunderbare Rundblick reicht über einen großen Teil des westlichen Wienerwalds und des westlichen Wiens einigen Bergen am Rand des Wienerwaldes. An klaren Tagen sieht man von den kleinen Karpaten im Osten über den Schneeberg im Süden bis zum Ötscher im Westen.
Rundum wunderbare Aussicht: Die Rudolfshöhe ist mit 472 m die höchste Erhebung des sogenannten Gelben Bergs. Sie ist nach dem damaligen Kronprinz Rudolf, der in Purkersdorf häufig zur Jagd war, benannt.
Die erste gemauerte Aussichtswarte auf der Rudolfshöhe wurde schon 1861 eröffnet und war ein beliebtes Ausflugsziel der Stadtbevölkerung. Um die 1900-er Jahrhundertwende verfiel sie aber recht rasch, sodass zur Zwischenkriegszeit nur mehr einige Grundmauern stehen geblieben waren.
Der Verein Naturpark Purkersdorf Sandstein-Wienerwald hat sich ab 1975 um die Neuerrichtung der Warte gekümmert, die dann nach mit Finanzierung durch das Land NÖ und der Stadtgemeinde im Jahr 1978 fertiggestellt wurde.

26 m Holzfachwerk: Die neue Rudolfswarte ist ein Holzfachwerkbau mit einer überdachten Plattform auf 26 Meter Höhe. Seit 2001 gehört sie formell der Stadtgemeinde Purkersdorf, sie steht auf Purkersdorfer Gemeindegebiet, aber das Grundstück steht im Eigentum der Forstverwaltung der Stadt Wien. Die Rudolfswarte liegt etwas außerhalb der engeren Grenzen des Naturparks, ist aber von diesem über den Wegknotenpunkt „Blätterdach“ gut erreichbar.
Wegen der starken Beanspruchung durch Wind und Wetter wurde die Holzkonstruktion bereits mehrmals renoviert werden, zuletzt war dies im Herbst 2019. Von oben lässt sich der umliegende Teil der Kernzone des Biosphärenparks Wienerwald gut beobachten. Der wunderbare Rundblick reicht über einen großen Teil des westlichen Wienerwalds und des westlichen Wiens einigen Bergen am Rand des Wienerwaldes. An klaren Tagen sieht man von den kleinen Karpaten im Osten über den Schneeberg im Süden bis zum Ötscher im Westen.
Zugang & Erreichbarkeit - siehe Wandervorschläge & Routen

Sängerbrunnen

Der Sängerbrunnen wurde vom Purkersdorfer Verschönerungsverein im Jahre 1875 zur Erinnerung an ein Konzert des Wiener Männergesangvereines errichtet. Das kleine Denkmal samt Brunnen geriet aber bald in Vergessenheit und wurde 2003 wieder renoviert. Eine Hinweistafel erinnert an der Rückseite des Brunnes. Der Sängerbrunnenplatz ist ein Knotenpunkt und Ausgangspunkt zahlreicher Wanderwege im Naturpark und Start des Kinderthemenweges mit dem Maskottchen SAWI, dem Grünspecht.
Zugang & Erreichbarkeit: Der Platz beim Sängerbrunnen ist vom Naturpark Zugang Kellerwiese hinter der Naturparkbrücke über die B44 schnell erreichbar. Beim Abgang von der Kellerwiese überquert man die kleine Seitenstraße „Auf der Kellerweise“ und die schmale Brücke über den Schintergrabenbach.

Tiergehege an der Kellerwiese

Unsere Gehege für Esel, Zwergziegen und Schafe sind für viele unserer BesucherInnen – vor allem für Kinder – eine besondere Attraktion. Unsere Tiere freuen sich über einen Besuch. Sie werden regelmäßig mit artgerechtem Futter versorgt und regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert. Die 6 Schafe und 4 Zwergziegen sind am unteren Teil des Hangs untergebracht. Sie haben dort direkten Zugang zum Stallgebäude. Die Schafe werden jährlich 1-2 x geschoren und mit ihre Schafwolle wird mitunter auch regional weiterverarbeitet. Eine Tafel am Stallgebäude informiert über die Namen und Eigenschaften der Tiere.
Das Gehege im oberen Teil des Hangs gehört den beiden kastrierten, ca 3 Jahre alten Eselbuben. Benjamin, der scharze Esel stammt ursprünglich aus dem Naturpark Geras, der graue Esel hört auf den Namen Willi, und stammt aus Bayern. Mitunter kann man ihre Rufe nach Besuchern und Streicheleinheiten weithin in Purkersdorf hören.
Zugang & Erreichbarkeit: Die Tiergehege liegen gleich neben dem Naturparkzugang Kellerwiese, der von der Bahnstation Purkersdorf Zentrum über den P&R-Parkplatz und die Naturparkbrücke über die B44 in wenigen Minuten erreichbar ist.
BITTE: Füttern Sie die Tiere nicht, denn unpassendes Futter macht die Tiere krank.

Wildtiergehege

Beim Naturparkzugang Deutschwald sind große Wildgehege für Rothirsche, Wildschweine und Rehe eingerichtet. Die Tiere können in ihrem naturräumlichen Umfeld gut gesehen, gehört und (vor allem bei den Wildschweinen!) gerochen werden.
BITTE füttern Sie die Tiere nicht gesondert, denn unpassendes Futter macht die Tiere krank.
Im Hirschgehege bewacht der kapitale Hirsch seine 4 Begleiterinnen („Tiere“). Im Frühjahr, wenn die Jungen geboren werden, sind die Tiere oft im hinteren Teil des versteckt. Nur der Hirsch hat ein großes Geweih, die Tiere sind ohne Kopfschmuck dafür haben sie besonders hübsche große Ohren. Der Hirsch stößt sein Geweih Mitte März ab, damit es bis zur Brunft ab Mitte August wieder in voller Pracht nachwachsen kann. Eine seiner Abwurfstangen sowie ein Informationsblatt über Besonderheiten der Tiere ist bei der Futterhütte am Gehege ausgestellt.
Das Wildschweingehege ist bei unseren BesucherInnen sehr beliebt, weil es gut einsehbar ist und die die Tiere gut beobachtet werden können, insbesondere von den beiden Beobachtungsplattformen und entlang des Weges um das Gehege (ca 20 min Gehzeit). Im Gehege leben ein männliches Tier („Keiler“) und 4 weiblichen Tiere („Bachen“) samt deren jährlichem Nachwuchs („Frischlinge“). So etwa im März kommen die hellbraun gestreiften Frischlinge an. In den Monaten danach (April-Juni) ist im Wildschweingehege viele los, weil die jährlich etwa 10-20 Frischlinge ziemlich verspielt und neugierig sind, und außerdem ziemlich verfressen.
Das Rehgehege ist das geheimnisvollste unserer Wildgehege. Mit etwas Glück ist unser Reh in den Morgen- und Abendstunden gut zu beobachten, wenn es aus der etwas versteckten Waldwiese in den bewaldeten Teil des Geheges kommt. Die zarten Rehe sind generell verletzlich und deshalb immer scheu und versuchen sich vor Menschen zu verstecken. Deshalb sind Rehe für die Gehegehaltung eher nicht gut geeignet. Unser Reh ist ein weibliches Tier, das kein Geweih („Krickl“) hat. Wir haben es von einer Bauernfamilie bekommen, die es als junges Kitz ohne Elterntiere gefunden und gerettet hat. Es ist zwar scheu, aber kennt seine Feinde nicht und würde allein im Wald nicht überleben können. Auch im geschützte Naturpark-Gehege ist es durch Raubtiere gefährdet, vor allem Füchse und sogar kleine Marder können Rehe töten. Wir haben eine gute Lösung gefunden, Raubtiere fernzuhalten, indem wir dem Reh eine „Bewacherin“ beigegeben haben, nämlich eine recht kecke Zwergziege.
Zugang & Erreichbarkeit: Die Tiergehege liegen beim Naturparkzentrum, das vom Naturparkzugang Deutschwald leicht erreichbar ist.

Zu Fuß gelangt man von der Bahnstation Purkersdorf-Zentrum über den Zugang Kellerwiese und den Naturlehrpfad in etwa 30 Minuten zum Naturparkzentrum. Eine Anreise mit dem Auto ist wegen der knappen Parkplatzsituation nicht empfehlenswert, wenn man es dennoch will, erreicht man den Naturparkzugang Deutschwald am Ende der Rudolf-Hanke-Gasse im Purkersdorfer Ortsteil Deutschwald (Navi-Adresse 3002 Rudolf-Hanke-Gasse 12).

Spielbereiche im Naturpark

Der Naturpark Purkersdorf bietet auf insgesamt 1 Spielplatz und 2 Waldspielbereichen – auf der Kellerwiese, im Bereich „Unterm Blätterdach“ und beim Naturparkzentrum – genügend Möglichkeiten zum Spielen und Toben.
Der Spielplatz auf der Kellerwiese wurde 2017/2018 umfassend erneuert und konnte im April 2018 nach den Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten bei den Spielgeräten im gesamten Bereich wieder eröffnet werden.
Aktuelle Information: Der Naturpark ist bemüht das Labyrinth auf der Kellerwiese mit neuen Pflanzungen, Weidenstecklingen, zu ergänzen. Damit dieses zu einem richtigen Irrgarten heranwachsen kann, ist das Labyrinth voerst bis Ende Juni 2020 gesperrt.
Rückmeldungen erbeten: Wir bitten um Information an das Naturparkbüro, sollte Ihnen bei einem dieser Bereiche offensichtliche Schäden an den Einrichtungen auffallen, damit entsprechend rasch reagiert werden kann.