Wildtiergehege beim Naturparkzentrum

Rothirsche, Wildschweine und Rehe entdecken

Beim Naturparkzugang Deutschwald sind große Wildgehege für Rothirsche, Wildschweine und Rehe eingerichtet. Die Tiere können in ihrem naturräumlichen Umfeld gut gesehen, gehört und (vor allem bei den Wildschweinen!) gerochen werden.

BITTE füttern Sie die Tiere nicht, denn unpassendes Futter macht die Tiere krank.

Hirschgehege

Im Hirschgehege bewacht der kapitale Hirsch seine 4 Begleiterinnen („Tiere“). Im Frühjahr, wenn die Jungen geboren werden, sind die Tiere oft im hinteren Teil des versteckt. Nur der Hirsch hat ein großes Geweih, die weiblichen "Tiere" sind ohne Kopfschmuck, dafür haben sie besonders hübsche große Ohren. Der Hirsch stößt sein Geweih Mitte März ab, damit es bis zur Brunft ab Mitte August wieder in voller Pracht nachwachsen kann. Eine seiner Abwurfstangen sowie ein Informationsblatt über Besonderheiten der Tiere ist bei der Futterhütte am Gehege ausgestellt.

Wildschweingehege

Das Wildschweingehege ist bei unseren Besucher:innen sehr beliebt, weil es gut einsehbar ist und die Tiere gut beobachtet werden können, insbesondere von den beiden Beobachtungsplattformen und entlang des Weges um das Gehege (ca. 20 min Gehzeit). Im Gehege leben ein männliches Tier („Keiler“) und 4 weiblichen Tiere („Bachen“) samt deren jährlichem Nachwuchs („Frischlinge“). So etwa im März kommen die hellbraun gestreiften Frischlinge an. In den Monaten danach (April-Juni) ist im Wildschweingehege viel los, weil die jährlich etwa 10-20 Frischlinge ziemlich verspielt und neugierig sind, und außerdem ziemlich verfressen.

Rehgehege

Das Rehgehege ist das geheimnisvollste unserer Wildgehege. Mit etwas Glück sind unsere beiden Rehe in den Morgen- und Abendstunden gut zu beobachten, wenn sie aus der etwas versteckten Waldwiese in den bewaldeten Teil des Geheges kommen. Die zarten Rehe sind generell verletzlich und deshalb immer scheu und versuchen, sich vor Menschen zu verstecken. Deshalb sind Rehe für die Gehegehaltung eigentlich eher wenig geeignet. Das weibliche Tier ("Rehgais") hat kein Geweih („Krickerl“), das männliche Tier ("Rehbock") hat ein kleines "Krickerl". Unsere beiden Rehe wurden als junge Kitze ohne Elterntiere gefunden, gerettet und von Menschen aufgezogen. Sie sind zwar scheu, aber kennen ihre Feinde nicht und würden allein im Wald nicht überleben können. Auch im geschützten Naturpark-Gehege sind sie durch Raubtiere gefährdet, vor allem Füchse und sogar kleine Marder können Rehe töten. Wir haben eine gute Lösung gefunden, Raubtiere fernzuhalten, indem wir den Rehen eine „Bewacherin“ beigegeben haben, nämlich eine recht kecke Zwergziege.

Zugang & Erreichbarkeit

Die Tiergehege liegen beim Naturparkzentrum, das vom Naturparkzugang Deutschwald leicht erreichbar ist.
Zu Fuß gelangt man von der Bahnstation Purkersdorf-Zentrum über den Zugang Kellerwiese und den Naturlehrpfad in etwa 30 Minuten zum Naturparkzentrum. Eine Anreise mit dem Auto ist wegen der knappen Parkplatzsituation nicht empfehlenswert, wenn man es dennoch will, erreicht man den Naturparkzugang Deutschwald am Ende der Rudolf-Hanke-Gasse im Purkersdorfer Ortsteil Deutschwald (Navi-Adresse 3002 Rudolf-Hanke-Gasse 12).